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Fliegerfreizeit 2016 in Seekirch

„Schön war´s“ - „klasse“ - „spitze“ – „genial“ und „viel zu schnell vorbei“…

So klingt es, wenn man die Teilnehmer der diesjährigen Fliegerfreizeit der befreundeten Modellflugclubs MCE (Eningen) und FMSC Reutlingen befragt! Dieses Jahr führte uns das Jugend-Fliegerlager auf den Flugplatz der Modellfluggruppe Seekirch e.V. Am Ende der Pfingstferien vom 26. bis 29.05. verbrachten rund 25 flugbegeisterte Jugendliche und Betreuer der beiden Modellflug Clubs vier aufregende Flugtage bei den Seekirch`nern und hatten eine Menge Spaß dabei. Start war an Fronleichnam – Morgens um 10:00 Uhr am gemeinsamen Treffpunkt am Clubheim der Eninger. Flieger und Material wurden verstaut; Zelte, Matratzen, Isomatten in den Anhänger gestaut und gemeinsam gerätselt, ob auch wirklich alles dabei ist. Nachdem diese Frage geklärt war setzte sich der Konvoi aus mehreren Fahrzeugen in Richtung Seekirch in Bewegung – gegen 12:00 Uhr waren dann auch alle Teilnehmer und Flug-Geräte wohlbehalten auf dem Fluggelände angekommen und wurden dort schon freudig erwartet und herzlich von Clubmitgliedern empfangen: Jonas Stanger (Jugendleiter) und Paul Miehle (Vorstand und Bereichsleiter im DMFV) waren schon vor Ort und hatten alles bestens vorbereitet. So wurden die Fahrzeuge auch gleich ausgeladen, das Zeltlager aufgebaut, die Flieger zusammengeschraubt, Akkus geladen und Tanks befüllt… Man konnte es regelrecht spüren, dass die Jungs ganz „heiß“ waren endlich mit ihren Modellen in die Luft zu gehen. An „Material“ mangelte es nämlich nicht: So manche Jungs waren gleich mit mehreren Fliegern angereist –allein Noah und Nathan hatten in ihrem historischen Landrover gleich 9! Flugzeuge mitgebracht! Genug Material, um an vier Tagen ausreichend zu fliegen ob bei Tag oder schon fast in der Nacht…

Je nach Alter der Jungs, waren diese teilweise mit ihren Vätern – die zugleich auch als Betreuer fungierten – oder auch schon ohne elterliche Begleitung zum Fliegerlager gekommen; über die gesamten vier Tage zählten wir 17 Jungs und 10 Betreuer.

Nachdem die Zelte standen, ging es dann auch schon ans Fliegen. Die Jungs warfen die Motoren ihrer Verbrenner Maschinen an, oder legten die Akkus ihrer Elektro-Flieger ein und los ging's. Waren letztes Jahr noch einige Neueinsteiger am Start, so waren dieses Jahr alle Teilnehmer in der Lage ihr Modell sicher und gezielt durch die Lüfte zu bewegen; da konnte man als Betreuer und Jugendleiter auch mal genießen und einfach nur zusehen! Petrus war uns –entgegen des eigentlichen Wetterberichts - sehr gnädig gestimmt – und so konnte an allen vier Tagen ausgiebig geflogen und Flugstunden gesammelt werden. Die Jungs waren mit Eifer dabei und konnten so ihre Flugkünste weiter ausbauen; sie haben eine ganze Menge dazugelernt. Auch Frustbewältigung gehörte dazu, denn der ein oder andere Flieger überstand manch waghalsiges Flugmanöver nicht; so wurde dann gemeinschaftlich in den umliegenden Feldern des Flugplatzes nach den Wrackteilen gesucht – auch das kann Spaß machen – und nach erfolgreicher Suche gab es zurück am Platz dann sogleich fachmännische Gespräche darüber, wie man den Flieger wieder flugtauglich bekommt. Soviel sei gesagt: Einen Totalverlust hatte niemand zu beklagen; alle Schäden werden sich mit mehr oder weniger großem Aufwand beheben lassen – die Jungs sind allesamt das Fliegerbasteln schon gewohnt und auch die Instandsetzung macht ja schließlich wieder Spaß!

Wer so viel fliegt muss sich konzentrieren und das verbraucht Energie. Daher war es wichtig, dass genug Nachschub vorhanden war. Unsere vereinseigenen Caterer,Michael und Stefan hatten das Bestens im Griff und versorgten die hungrige Meute: Morgens um 9:00 Uhr ein ausgiebiges Frühstück, Mittags Chili, Ravioli oder auch mal einen Döner und Abends gab´s einmal eine Pizza oder es wurde gegrillt.

Auch ein Lagerfeuer durfte natürlich nicht fehlen – allerdings ändern sich mit den Zeiten auch die Lagerfeuergewohnheiten –anstatt auf der Gitarre gesungene Lieder zu begleiten hatten die Jungs mächtig Spaß an „XXL-Turbo-Looping-Louie“ –einer getunten Variante des bekannten Gesellschaftspiels – natürlich mit eindrucksvoller LED-Beleuchtung!

Ein dickes Lob und großen Dank gilt an dieser Stelle dem gastgebenden Verein dem MFG Seekirch und deren Organisatoren, dem Jugendleiter Jonas Stanger und dem Vorstand Paul Miehle.

Sie sorgten dafür, dass es genug zu trinken gab, das Grillgut nie ausging, die Fliege bei nächtlichem Gewitter Regen nicht nass wurden, es im Gegenzug aber genug Wasser auf dem WC gab, dass auch geduscht werden konnte UND nicht zu vergessen: Sie hatten für die Jugend auch noch ein „Wettfliegen“ organisiert, so dass alle Jungs die Gelegenheit hatten mal Wettbewerbsluft zu schnuppern; geflogen wurde das Programm, das auch bei der Jugendmeisterschaft geflogen wird – und die Nachwuchsflieger machten das toll! Geflogen wurde in 3 Kategorien:
• Motorflug (Flug nach vorgegebenen Flugfiguren)
• Elektrosegelflug (Fliegen auf Zeit mit Ziellandung)
• F-Schlepp (Klassiker – ein Motorflugzeug schleppt den Segler in die Luft) Preisverleihung war dann am Sonntag-Morgen und ALLE waren Sieger, denn jeder
Teilnehmer erhielt einen eigens für das Zeltlager gefertigten Pokal! – Die Punkte der Wertungskarten konnten dennoch alle Kinder mit nach Hause nehmen, denn der Ehrgeiz war bei so manch einem tatsächlich geweckt worden! Die Teilnahme an der regionalen Jugendmeiserschaft in Pfullendorf Ende Juni wurde von manchem schon im Kalender vorgemerkt man könnte sagen „Ziel erreicht“!

Alles in allem war es eine rundum gelungene Flieger-Freizeit, mit vielen erfolgreichen Flugstunden, angenehm entspannter Atmosphäre, begeisterten Jugendlichen und zufriedenen Betreuern – da waren sich am Ende alle einig. Nach der Freizeit, ist vor der Freizeit –man darf gespannt sein, wo es nächstes Jahr hingeht!

Michael Riesel – Jugendleiter des FMSC Reutlingen